Tag Archiv | "Wirtschaftskommunikation"

Zielgruppen der Investor Relations

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Autoren: Nico Kottusch, Julia Schuster, Ronny Mix

Die Kommunikation der Investor Relations steht innerhalb der Financial Community verschiedensten Anspruchsgruppen gegenüber. Finanzkommunikation muss individuell auf die entsprechenden Zielgruppen eingehen und über zielgruppenaffine Kommunikationskanäle erfolgen. Die Präsentation aus dem Wirtschaftskommunikation Master Studiengang von 2010 erläutert die Zielgruppen innerhalb der Investoren und unterteilt dabei private Anleger, institutionelle Investoren und Finanzanalysten. Die Präsentation vergleicht die privaten Anleger mit Schildkröten, da sie langfristig treu sind und sich langsam bewegen, und die institutionellen Investoren mit Garzellen, da sie je nach Investmentstil schnelle Entscheidungen treffen. Für jede Zielgruppe werden dann Investor Relations Kommunikationsinstrumente aus Unternehmenssicht hinsichtlich ihrer Eignung bewertet, beispielsweise Aktionärsbriefe, Conference Calls, Geschäftsberichte oder Road Shows.

Gliederung der PräsentationPräsentation Zielgruppen der Investor Relations

  1. Private Investoren
  2. Institutionelle Investoren
  3. Finanzanalysten
  4. Zusammenfassung
  5. Praxisbeispiel: Strategien institutioneller Investoren
  6. Quellen

PDF-Download der Präsentation

Disclaimer: Da es sich hier um authentische Arbeiten von Studenten handelt, die keiner Qualitätskontrolle unterliegen, ist es selbstverständlich, dass für die Richtigkeit keinerlei Gewähr übernommen werden kann. Bilden Sie sich bitte selbst ein kritisches Urteil zu den Beiträgen und nutzen Sie die Kommentarfunktion, um eine Diskussion zu den Inhalten zu starten.

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Nutzen von Social Media Monitoring

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Autor: Rico-Thore Kauert

Warren Buffet hat mal gesagt „It takes 20 years to build a reputation, and five minutes to ruin it”. Was soll man sagen, er hatte recht. In Zeiten von Social Media kann das deutlich effektvoller vonstatten gehen, siehe Nestlé, Jako & Co. Gut, wenn man vorher strategisch gedacht hat, und die Diskussionen in diesem Internet gezielt mitverfolgt.Social Media Monitoring Dashboard

In der alten Welt hat man teure Marktforschungsstudien in Auftrag gegeben oder Fokusgruppen eingeladen um etwas über den Kunden, das unbekannte Wesen herauszufinden. Das gibt es auch heute noch in bestimmten Anwendungsfällen. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es jedoch in Zeiten von Social Media weitaus preiswertere Möglichkeiten, die eigene Zielgruppe im Auge zu behalten.

Man kann es als ein Presseclipping 2.0 sehen, das viel zitierte Stichwort in diesem Zusammenhang: Social Media Monitoring. Klingt erstmal übertrieben englisch, meint aber nichts anderes als ein gezieltes Beobachten der eigenen Marke im Rahmen von Social Media Anwendungen. Dass dieses Beobachten quasi unersetzlich ist, zeigen die Reichweitenzahlen rund um Social Media. Im März 2010 erreichte Facebook erstmals höhere Zugriffszahlen als Google. Schon im Jahr 2008 wurde häufiger nach Social Media Anwendungen gesucht als nach Pornographie. Bedenkt man, dass Facebook derzeit über 400 Millionen aktive Nutzer hat, die weltweit pro Woche ca. 3,5 Milliarden (!) Beiträge online stellen (Texte, Fotos, Videos, Links etc.), dann wird deutlich warum es sich lohnt, zuzuhören. Auch andere Social Networks wie etwa Twitter haben inzwischen eine Relevanz erreicht, die schwer zu missachten ist. So folgen allein dem US-Schauspieler Ashton Kutcher 5,2 Millionen Menschen, was ca. der Einwohnerzahl Finnlands (5,3 Mio) entspricht. Fazit: Da draußen sind Menschen, die sich unterhalten. Weltweit, in menschlicher Sprache und über allerlei Alltagsdinge. Zum Alltag von heute gehören auch Marken und Produkte. Auch über diese Marken wird im Social Web gesprochen. Auch über Ihre Marke wird wahrscheinlich irgendwo in den Weiten des Internets gesprochen. Es wäre also fatal, nicht zuzuhören was Ihre Kunden denken / sagen / fühlen.

Wie macht man nun dieses Social Media Monitoring? Entweder man will Geld in die Hand nehmen und es professionell haben. Dann helfen Anbieter ab 600 $ pro Monat. Andere Anbieter nehmen allein für das Setup eine vierstellige Summe. Wenn man es wirklich professionell haben will, mit allerlei Feinstatistiken und Auswertungsmöglichkeiten ist das sicher ein Mittel der Wahl. Wer „nur mal so reinhören will“, was denn die Kunden über mich sagen, der kann aber ohne schlechtes Gewissen auch zu einem der vielen kostenlosen Tools greifen. Die Webseite Netzpiloten listet das riesige Angebot auf.

Entweder man wählt gezielt einzelne Kanäle aus und durchsucht z.B. mit Hilfe von Google Blogsearch Blogs aller Art nach der eigenen Marke. Seiten wie socialmention.com lassen sich dann noch nach den einzelnen Netzwerken filtern, ich kann also sagen „Zeige mir, was zu Marke X auf Videoseiten gesagt wird“ oder aber ich möchte gezielt nur Foren durchsuchen, dann kann ich die „Diskussionen-Funktion“ von Google nutzen (Suchergebnis eintippen und über die Linke Navigationsleiste den entsprechenden Bereich auswählen). Andere Dienste wie etwa monitter.com erlauben es, Twitter-Meldungen regional einzugrenzen, sinnvoll z.B. für ein lokales Geschäft in Berlin. Ich kann auch einen Suchbegriff in ein automatisches Tool wie addictomatic.com eingeben und sehe schnell sofort was bei Google, Twitter, Bing, Flickr und Co zu dem Begriff aktuell durchläuft.

Eine kostenlose Möglichkeit bietet ferner die Seite netvibes.com. Damit haben Sie alle Netzwerke von Twitter, Facebook, Youtube, Flickr, Bing, Google, Blogs, Gruppen, Reiseseiten etc. im Blick. Sie können sich ein sogenanntes dashboard einrichten und sich über eigens angelegte Reiter bequem durch die einzelnen Bereiche klicken. Sie sehen dann was in diesen Minuten, Stunden, Tagen in den jeweiligen Netzwerken zu Ihrer Marke gesagt wird. Wem das Einrichten zu kompliziert ist, der kann sich bei kleinen Agenturen Hilfe holen und zahlt nur die initiale Einrichtung des ansonsten kostenlosen Tool. Dies kann sinnvoll sein um die wirklich relevanten Begriffe, die zu diesem Unternehmen genannt werden, professionell zu identifizieren. Diese Form des „einfachen „ Social Media Monitorings reicht vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen völlig aus. Nicht für alle ist diese Methode des auf einfachen Keywords basierenden Monitorings jedoch geeignet. Die Zeitschrift „Petra“ etwa, wird man kaum finden können in den Diskussionen des Social Web, zuviele falsche Treffer bezüglich des gleich lautenden Frauennamens würden das Ergebnis verfälschen. Dagegen sind klare Marken wie „Ikea“ sehr gut geeignet.

Wozu macht man das ganze nun? Im Grunde geht es um die drei Bereiche „zuhören“, „auswerten“ und „teilnehmen“. In einem ersten Schritt höre ich zu, was da draußen überhaupt über mich gesprochen wird. Die erlangten Ergebnisse kann ich z. B. in positive und negative Kommentare abgrenzen. Ich kann Multiplikatoren ermitteln (welche User sprechen besonders oft über mich?) und Trends erkennen. Ich kann diese Ergebnisse auch in Regionen abgrenzen, also wo sagt wer, wann was über mich. Derart detaillierte Auswertungen sind freilich oft nur mit bezahlten und vergleichsweise teuren Tools möglich. In einem nächsten Schritt kann/sollte man an der Diskussion teilnehmen, indem man den direkten Dialog mit den Usern sucht. So kann auf unzufriedene User reagiert werden, man kann aber auch im Sinne eines Issue Managements selbst gezielt Themen setzen und zur Diskussion anregen. Letztlich folgt dieser Schritt den klassischen Methoden aus der Public Relations wenn auch mit sensiblerem / persönlicherem Ton.

Quelle: www.pronline.de

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Arten der Bewegung in Automobilwerbespots

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Fallstudie aus dem Markenkonzeptionsbuch “Marken in Bewegung”

Autor: Andreas Köster

Um Marken und Bewegung zu inszenieren, sind Autowerbespots hervorragend geeignet. Der hohe Konkurrenzdruck in diesem Werbesegment zwingt die Hersteller zur höchstmöglichen Vertiefung der Markierung und gezielter Anwendung sämtlicher Brandingelemente, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Die vorliegende Fallstudie soll untersuchen, inwiefern Bewegung in Automobilwerbespots zur differenzierten Markierung eingesetzt wird.

Wenn Menschen an Marken in Zusammenhang mit Bewegung denken, assoziieren die meisten damit Sport- oder Automarken. Im Automobil begeisterten Deutschland dürften dies wohl bekannte deutsche Automarken sein. Dass sich Autos und Automarken im gedanklichen Assoziativen Netzwerk sehr nah an Bewegung befinden, liegt wahrscheinlich am Produktversprechen von Autos, das die Bewegung an sich ist: Der Grundnutzen von Autos ist die Fortbewegung. Wie schnell, sicher oder komfortabel diese Bewegung abläuft, fällt in den Bereich des erweiterten, realen Produktnutzens. Ob dabei ein besonderer Fahrspaß entsteht oder die Marke einen hohen Prestigewert besitzt, fällt in den Bereich des immateriellen Produktzusatznutzens.

Das Medium, das Bewegung am besten transportieren kann, ist der Film. Seine dynamischen Bewegtbilder können, besonders in Kombination mit der auditiven Komponente, den Sinnen des Rezipienten Bewegung vortäuschen wie kein anderes Medium. So ist es im Rahmen dieses Buches sinnvoll, Automarken im Film, also Automobilwerbespots zu analysieren – als Einstieg in das bis hierhin noch abstrakte Thema Marken und Bewegung. Ein weiterer Grund, dieses bewegende Produkt im Bewegt-Medium genauer zu betrachten, ist die Marktrelevanz von Autowerbung. Große Autobauer wie VW oder Renault investieren jährlich dreistellige Millionenbeträge in Werbung, und die Werbeausgaben pro Fahrzeug liegen in Deutschland zwischen einigen hundert bis mehreren tausend Euro.[1] Dementsprechend professionell und gezielt setzen Unternehmen, beziehungsweise spezialisierte Agenturen, klassische Brandigelemente zur differenzierten Positionierung in diesem Marktsegment ein, das von einem extremen Konkurrenz- und Werbedruck mit entsprechendem Qualitätsdruck geprägt ist.

Als klassische Brandingelemente nach Carsten Baumgarth werden in dieser Fallstudie Name, Logo und Typografie, Charaktere, Slogan/Jingle/Wording, Design sowie Schlüsselbilder verstanden.[2] Weitere bekannte Brandingelemente stellen beispielsweise Farbe, Fotostil, Bilderwelten (Corporate Imagery), Architektur, Mitarbeiteruniformen (Corporate Clothing) und Duft dar. Die Großzahl theoretisch denkbarer Differenzierungsmerkmale wird mit diesen Elementen abgedeckt. Aus der Perspektive der Markenführung erscheint es im Sinne einer maximalen Vertiefung (Deepening) der Markenstrategie sinnvoll, die Bewegung als weitere Markendimension zu erschließen.[3]

Der Untersuchungsgegenstand: 41 Werbespots

Im Folgenden wird an einem Beispiel untersucht, inwiefern Bewegung in deutschen Automobilwerbespots aktuell zur differenzierten Markierung eingesetzt wird. Um die zu diskutierende Grundgesamtheit der Spots auf ein beherrschbares Maß zu reduzieren und die Nachvollziehbarkeit zu erleichtern, wird der Werbefilmpreis 2008 der Zeitschrift „AutoBild“ herangezogen. Bei diesem Wettbewerb zum besten Autowerbespot Deutschlands entschieden elf Fachleute und Prominente (beispielsweise Geschäftsführer großer Werbeagenturen), die ein „leidenschaftliches“ Verhältnis zu den Themen Auto und Werbung haben, über die Vergabe des „Autospot 2008“ in Gold, Silber und Bronze. Zudem haben rund 305.000 Leser der Autobild ihre Stimme bei einer Leserwahl abgegeben und die Leserplatzwahl entschieden.[4] Es nahmen insgesamt 41 Spots der 13 Hersteller Audi, BMW, Chevrolet, Fiat, Ford, Mazda, Mini, Mercedes-Benz, Nissan, Opel, Suzuki, Toyota und VW teil, wobei einige Hersteller mit nur einem, andere mit mehreren Spots vertreten waren.[5]

Kategorien von Bewegungen in Autowerbespots

Kategorien von Bewegungen in Autowerbespots

Kategorien von Bewegung in Automobilwerbespots

Nach Sichtung der Spots durch den Autor wurden die Bewegungsarten zunächst in fünf Kategorien unterschieden (siehe Abbildung 1). Diese Vorgehensweise ermöglicht einen qualitativen und (wenn auch sehr begrenzten) quantitativen Überblick über vorhandene Muster und Strukturen von Bewegung und schafft eine Diskussionsgrundlage. Ersichtlich ist so außerdem, ob einzelne Hersteller durch Konzentration auf eine Kategorie oder typische Arten von Bewegung hervorstechen. Ein Spot kann sowohl mehreren Kategorien gleichzeitig angehören, als auch keiner einzigen.[6]

Kurze Beschreibung der Bewegungskategorien

1. Bewegung des Autos: Diese Kategorie kann klassisch genannt werden. Die Dynamik der Bewegung des Autos wird durch Effekte wie verschwommene Hintergründe, Felgendrehung, schnelle Annäherung und Entfernung des Autos, rasante Kamerafahrten sowie unterstützend durch Darstellung von Wind und auditiven Elementen fokussiert. Weitere vorgefundene Elemente sind Schnitt-, Zeitlupen- und Zeitraffereffekte. Der Rezipient soll von der Geschwindigkeit und Agilität des Autos beeindruckt werden.

2. Bewegte Bildwelten: Hier bewegen sich hauptsächlich Bilder ohne Auto. Die Bildwelten sind dabei oft typisch für die Marke (Corporate Imagery) und dominieren über die Bewegung selbst. Beispielsweise werden Landschaften, Natur oder urbane Szenarien gezeigt. Die Abwesenheit des Produktes soll die Aufmerksamkeit für dieses beim Rezipienten steigern und positive Stimmungen hervorrufen.

3. Bewegung zur Erklärung: In dieser Kategorie wird Bewegung zur Erläuterung von technischen Systemen oder besonderen Eigenschaften, zum Beispiel der Kraft des Autos, genutzt. Der Rezipient sieht das Auto aus anderen Perspektiven und ist angehalten, Bewegungsabläufe genau zu verfolgen, um entsprechende Funktionen zu verstehen. Hier sind beispielsweise Animationen aus dem Motor mit drehenden Kolben oder klapp- und schiebbare Autositze zu sehen.

4. Bewegung zum Spaß: Nicht das Auto an sich, sondern Bewegung im Allgemeinen steht hier im Mittelpunkt. Außergewöhnliche bis fantastische Situationen und Perspektiven verstärken dabei das Spiel mit der Bewegung. Dies löst positive Emotionen, Spaß und Lust am Bewegtwerden beim Rezipienten aus.

5. Bewegung in der Markierung: Logo und Typografie der Marke werden in dieser Kategorie animiert dargestellt. Beispielsweise durch Lichteffekte, Drehung oder die dynamische Konstruktion des Bild- und Schriftlogos.[7] Typischerweise erscheint dieses am Ende des Spots und wird auditiv durch den Jingle beziehungsweise Corporate Sound der Marke unterstützt.

Ohne Kategorie: Einige Spots fallen in keine der gefundenen Kategorien. Sie sind atypisch für Automobilwerbespots und erzählen beispielsweise eine kleine Geschichte oder bieten eine einzelne Pointe, die mit dem Produkt verknüpft wird. Bewegung spielt hier nahezu keine Rolle. Der immaterielle Zusatznutzen wie etwa Attraktivität oder Seriosität soll beim Rezipienten vermittelt werden.

Nr. Marke Titel des Spots Länge in Sekunden Platzierung bei der Leserwahl Bewegungs-
kategorie
1 Audi Avant 90 18 1, 2, 5
2 Audi Duell 40 3 1, 5
3 Audi Filter 52 24 3, 5
4 Audi Heartbeat 44 13 3, 5
5 Audi Perfection 48 26 2, 5
6 Audi Sychronised 59 6 1, 4, 5
7 Audi Überfall 47 2 (Gold) ohne, 5
8 BMW Ampel 27 16 2, 5
9 BMW Discovery everyday 40 12 (Bronze) 1, 5
10 BMW Erfahrung 40 29 1, 4, 5
11 BMW Never Stand Still 60 31 1, 2, 5
12 BMW Streetbranding 40 22 1, 2, 5
13 BMW Tropfen 39 19 4, 5
14 Chevrolet Tea Party 62 37 1, 2
15 Fiat Everyday Masterpiece 31 30 2, 4, 5
16 Ford Beautifully Arranged 31 32 2, 5
17 Mazda Oceans 13 26 38 1, 5
18 Mazda Silver Streak 30 35 1, 4, 5
19 Mercedes-Benz Alpenabenteuer 60 33 ohne, 5
20 Mercedes-Benz Automarken 34 15 ohne, 5
21 Mercedes-Benz Deal 40 1 ohne, 5
22 Mercedes-Benz Hindernisse 60 25 4, 5
23 Mercedes-Benz Interaktives Musikvideo 184 40 1, 4
24 Mercedes-Benz Oper 45 23 1, 4, 5
25 Mercedes-Benz Stop 30 17 3, 5
26 Mini Pinball 30 11 4, 5
27 Nissan Gangs 62 34 1, 5
28 Opel Adjustable World 40 8 3, 5
29 Opel Insignia – Compilations 61 10 1, 5
30 Opel Insignia – Projekt 1 31 21 1, 5
31 Opel Insignia – Projekt 2 31 20 1, 5
32 Suzuki Rock the Road 57 39 1, 4
33 Toyota - 48 41 ohne, 5
34 Toyota Comeback 31 28 1, 5
35 Toyota HSD 30 36 2, 5
36 VW Einparken 62 4 3, 5
37 VW Engineer 101 27 (Silber) ohne
38 VW Haut jeden um 47 7 1, 5
39 VW Leopard 39 5 1, 5
40 VW Loeffelchen 27 14 ohne, 5
41 VW Sonnenfinsternis 39 9 1, 5

Tabelle 1: Verwendung der Bewegungskategorien


Ergebnis

In der Hälfte der Automobilwerbespots steht das sich bewegende Auto im Mittelpunkt. Dies ist somit die häufigste Art und Weise für das Produkt und seinen Grundnutzen zu werben und findet besonders oft bei Opel und BMW Anwendung (beispielsweise Spot Nr. Neun). In 22 Prozent der Spots liegt der Fokus auf Bildwelten (beispielsweise Spot Nr. Acht) und 12 Prozent nutzten Bewegung in erklärender Funktion (beispielsweise Spot Nr. 3). Bewegung zum Spaß kommt in einem Viertel der Spots zur Anwendung (beispielsweise Spot Nr. 26). In nahezu sämtlichen Spots wird am Ende das Logo der Automarke bewegt dargestellt. Unabhängig von der Länge der Spots ist eine Bewegungsart und ein bewegtes Logo, also insgesamt zwei Bewegungsarten, typisch für die untersuchte Grundgesamtheit. Hierbei ist festzustellen, dass die Animation der Markierung für den Rezipienten wiedererkennbar immer gleich gestaltet ist und damit den Ansätzen der integrierten Kommunikation nach Manfred Bruhn folgt.[8] Diese Bewegung wird sehr dezent gestaltet und beschränkt sich auf einen minimalen Blendeffekt oder Animation. Lediglich Opel fällt hier durch ein mit einem leuchtenden Funken kreisförmiges Umrunden des Logos auf (Spot Nr. 28 bis 31).

15 Prozent der Spots konnten keiner der Bewegungskategorien zugeordnet werden. Auffällig ist hier, dass drei dieser sechs Spots auf die Marke Mercedes-Benz fallen (auch der erstplatzierte Spot der Leserwahl, Nr. 21). Die ersten beiden Plätze der Leserwahl gehen an Spots hochpreisiger Automarken, die keine Bewegung einsetzen und damit ohne Bewegungskategorie sind. Diese Spots rücken mit Humor den immateriellen Zusatznutzen abseits des Grundnutzens in den Fokus und überzeugen so den Rezipienten.

Bewegungskategorie Anzahl der Spots prozentualer Anteil
1. Bewegung des Autos 21 51 %
2. Bewegte Bilder 9 22 %
3. Bewegung zur Erklärung 5 12 %
4. Bewegung zum Spaß 10 24 %
5. Bewegung in der Markierung 37 90 %
ohne 6 15 %

Tabelle 2: Anzahl der Spots in den Kategorien

Die Fallstudie zeigt, dass Automarken verschiedenste Arten und Inszenierungen von Bewegung anwenden. Dabei unterstützen abwechslungsreiche, innovative sowie unerwartete Bewegungsarten und -abläufe eine unterhaltsame Produktdarstellung. Jeder Spot ist in gewisser Weise einzigartig und hebt sich von den anderen ab. Auffällig ist, dass auch die Spots einer Marke untereinander nicht unerheblich differieren: Bis auf die Logo-Animation zeigen sie keine analogen oder wiedererkennbaren Bewegungsmuster. Von keiner Marke wird eine Bewegungsdimension aktiv besetzt und konsequent als Brandingelement genutzt. Das Fazit lautet demnach: Automobilwerbespots setzen Bewegung geschickt und auf unterschiedliche Weise ein, um beim Rezipienten Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken, sind jedoch mangels Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit, bis auf die Logo-Animation, weit entfernt von „Corporate Motion“.

Wie ein Bewegungsmuster mit starker Wiedererkennbarkeit aussehen könnte, zeigt Spot Nr. 15 von Fiat, in dem durch Takt, Geschwindigkeit und Stillstand eine erhöhte Einprägsamkeit erreicht wird. Weitere denkbare Beispiele für „Corporate Motion“ Ansätze einer Marke wären immer gleiche Beschleunigungsabläufe oder Kamerafahrten. Durch klassische Konditionierung könnten diese theoretisch so eng mit einer Marke verknüpft werden, dass der Rezipient diese auch ohne den Reiz des Autos oder der Marke wiedererkennen und zuordnen könnte.

Offen bleibt die Frage, aus welchen Gründen die Bewegung in Automobilwerbespots bisher nicht zur Markierung verwendet wird und ob überhaupt eine Sensibilität und bewusste Entscheidung im Hinblick auf diese vorhanden ist. Das Ergebnis dieser Studie legt die Vermutung nahe, dass die Spots den Fokus nicht auf den Grundnutzen der Bewegung sondern auf den immateriellen Zusatznutzen legen, um sich differenziert zu positionieren.

Diese Fallstudie ist Teil des Buches “Marken in Bewegung” Herausgeber: Julia Goslar, Martin Mitteldorf und Eva Pika, Jahr: 2010, Seiten: 284, ISBN 978-3-89574-755-7

________________________________________

Quellen:

Baumgarth, Carsten: Markenpolitik, Markenwirkungen – Markenführung – Markencontrolling, 3. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden 2008
Bruhn, Manfred: Kommunikationspolitik, Systematischer Einsatz der Kommunikation für Unternehmen, 3. Auflage, Valen Verlag, München 2005

Internetquellen:

autobild.de: Autospot 2008 (2008) http://www.autobild.de/aktionen/autospot2008/, Stand: 01.02.2010
spiegel.de: Kleine Marke, große Kosten (2004)

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,294245,00.html, Stand: 01.02.2010

Abbildung 1: Kategorien von Bewegungen in Autowerbespots, Quelle: Eigene Darstellung  3

Tabelle 1: Verwendung der Bewegungskategorien. 6

Tabelle 2: Anzahl der Spots in den Kategorien. 7


[1] Vgl. spiegel.de: Kleine Marke, große Kosten (2004).

[2] Vgl. Baumgarth: Markenpolitik (2008), 177.

[3] Zum Konzept des Deepenings in der Markenführung siehe Baumgarth: Markenpolitik (2008), 8f.

[4] Vgl. autobild.de: Autospot 2008 (2008).

[5] Sämtliche Spots, die Namen der Jurymitglieder und weitere Informationen können unter http://www.autobild.de/aktionen/autospot2008/ eingesehen werden.

[6] Die Nachteile einer mangelhaften Trennschärfe von sich überschneidenden Kategorien werden in diesem Fall durch Vorteile einer besseren Übersicht überwogen.

[7] Vgl. Baumgarth: Markenpolitik (2008), 184f.

[8] Vgl. Bruhn: Kommunikationspolitik (2005), 84ff.

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Markenkonzeption: Bewegung und Marken

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Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftskommunikation der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin präsentieren heute ihren 284 Seiten starken Reader „Marken in Bewegung“. Dieser ist das Ergebnis eines Semesters intensiver Beschäftigung mit Markenkonzeption und Markenführung unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Streeck und ist im Wissenschaftsverlag Dr. Köster erschienen. Sowohl sämtliche Inhalte als auch Design und Layout haben die Studenten eigenverantwortlich geplant und erarbeitet. Sie nähern sich in 23 Texten der Frage, inwiefern Bewegung aktuell zur Markierung von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen genutzt wird und welche Potenziale Bewegung als vertiefendes Brandingelement haben könnte.

Bewegung als differenzierendes Merkmal in der Markenführung

Dieser Bereich des Markenauftritts blieb in der Literatur bis jetzt relativ

Prof. Dr. Klaus Streeck - Foto privat

Prof. Dr. Klaus Streeck - Foto privat

unbeachtet. Zwar wird Bewegung in vielfältiger Art und Weise in der Markenkommunikation eingesetzt, beispielsweise bei einfliegenden Werbebannern auf einer Internetseite oder auch in bewegten Bilder eines Fernsehspots, jedoch scheint sie bis heute nicht als Mittel zur expliziten Differenzierung in der Markenführung zu existieren. „Gerade für Werbeagenturen, Markenspezialisten und Kommunikationsberater die auf der Suche nach innovativen Ideen und Ansätzen sind, ist das Buch interessant“, erklärt Prof. Dr. Klaus Streeck, der auch ein Vorwort beiträgt, die Zielgruppe des Readers.

Bewegte Marken, bewegende Marken

Die Einführung des Buches bildet der Beitrag „Was kann die Marke?“ der herausgebenden Studenten Julia Goslar, Martin Mitteldorf und Eva Pika. Es folgt die Klassifizierung von Bewegung mit Beiträgen wie „Bedeutungsebenen der Bewegung und ihre Übertragung auf das Markenkonzept“ sowie mehrere Fallstudien wie „Einsatz von Bewegung in der Markenkommunikation am Beispiel zweier Fitnesscenter-Marken“ und „Möbelmarken in Bewegung – Lassen wir uns verschaukeln?“. Die Kapitel „Dimensionen von Bewegung“ sowie „Anschlusspunkte und Umsetzung“ runden das Buch ab und enthalten mit Beiträgen zur technischen Umsetzung markenkonzeptioneller Strategien mit Hilfe von Digitaltechnologien und der Frage, ob sich Bewegung rechtlich schützen lässt, praktische Hilfestellungen.

Perspektiven der Wirtschaftskommunikation

Marken in Bewegung ist der neunte Band der Reihe Perspektiven der Wirtschaftskommunikation und wirft neue Fragestellungen für die Markenpolitik auf. „Zu prüfen wäre, ob Bewegung auch in Märkten zu kapitalisieren ist, die bisher wenig darauf setzen. Nahe zur Bewegung sind Fahrzeug- und Reisemärkte, traditionell bewegungsfern dagegen beispielsweise Genussmittel oder Beautyprodukte“, führt Streeck abschließend aus.

Buchcover Marken in Bewegung

Buchcover Marken in Bewegung

Buch: Marken in Bewegung, Herausgeber: Julia Goslar, Martin Mitteldorf und Eva Pika, Jahr: 2010, Seiten: 284, ISBN 978-3-89574-755-7

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Fragen&Antworten

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Fragen zum Studium Wirtschaftskommunikation

Du möchtest eventuell Wirtschaftskommunikation studieren, hast aber noch offene Fragen? Hier gibt es Antworten zum Bachelor- und Masterstudiengang Wirtschaftskommunikation. Poste deine Frage einfach als Kommentar und du wirst in kürze eine Antwort erhalten.

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Ich möchte gerne später im Marketing allgemein arbeiten (Produktmanagment, Kommunikationsstrategien entwickeln, Vertriebsmitarbeiter, Kundenservice etc.). Kann ich das mit einem Wirtschaftskommunikationsstudium erreichen? Oder lande ich damit zwangsläufig im PR Bereich? Wäre dann ein BWL Studium besser? Ich möchte anschließend unbedingt den Marketing Master machen.

Mit einem Wirtschaftskommunikation Studium im Bachelor bist du sicherlich gut vorbereitet auf den Bereich Marketing: Im Bachelor gibt es u. a. die Fächer “Marketing Grundlagen” sowie “Marketing Vertiefung”. In der Marketing Vertiefung haben Studenten die Wahl zwischen beispielsweise Dienstleistungsmarketing oder Produktmarketing. Beides befasst sich auch mit Kommunikationsstrategien. Du landest mit Wirtschaftskommunikation sicherlich nicht “zwangsläufig im PR Bereich”. Ehrlich gesagt, kommt das Kommunikationsinstrument PR sogar sehr kurz im Bachelorstudiengang.

Wie lautet die Definition von Wirtschaftskommunikation?

Eine offizielle Definition von Wirtschaftskommunikation hat sich bislang nicht etabliert. Wirtschaftskommunikation befasst sich in erster Linie damit, wie Unternehmen ihre Kommunikation optimal gestalten. Eine Abgrenzung der Begriffe Unternehmenskommunikation und Wirtschaftskommunikation ist bislang nicht üblich, so dass diese Begriffe häufig synonym verwendet werden.

Allerdings umfasst der Begriff Wirtschaft einen weiteren Bereich als der Begriff Unternehmen der nur ein Teilsystem des Wirtschaftssystems bezeichnet. Während der Begriff Unternehmenskommunikation innerhalb des Wirtschaftssystems das Teilsystem “Unternehmen” betont und damit zu einer einseitigen Perspektive verleitet, spiegelt der Begriff “Wirtschaftskommunikation” eine Haltung wider, die den übrigen Teilsystemen und Subjekten eine ebenbürtige Bedeutung ermöglicht. Beispiele hierfür sind NGOs, Unternehmungen oder auch Städte- und Länder-Branding.

Ich möchte Wirtschaftskommunikation (Bachelor) an der HTW Berlin studieren. Wie sind die Zulassungsbeschränkungen für den Studiengang und wie stehen meine Chancen, angenommen zu werden?

Für den Studiengang Wirtschaftskommunikation wurden die Studienplätze in den vergangenen Semestern zu 50 Prozent nach Qualifikation sowie zu 50 Prozent nach Wartezeit vergeben:

  • Wintersemester 2009/2010: 50 % Qualifikation (NC 1,2), 50% Wartesemester (14 Wartesemester)
  • Sommersemester 2010: 50 % Qualifikation (NC 1,8), 50% Wartesemester (11 Wartesemester)

Spitzenreiter unter den Bachelorprogrammen ist das Fach Wirtschaftskommunikation, auf das sich in 2010 fast 1.700 Anwärter/-innen auf 80 Plätze beworben haben. Hier geht es zum allgemeinen Bewerbungsablauf.

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Google beeinflusst Wirtschaftskommunikation

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Entscheidet Suchmaschinenoptimierung über Unternehmenserfolg?

Autor: Andreas Köster

Wirtschaftskommunikation verlagert sich ins Internet
Immer mehr Umsätze werden weltweit im Internet generiert und abgewickelt. Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit online, wodurch sich ein Großteil der Wirtschaft faktisch in das Internet verschiebt. Dieser Megatrend bleibt nicht ohne Folgen für die Wirtschaftskommunikation und ihre kommunikativen Maßnahmen und Instrumente. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist essenziell für den Geschäftserfolg der meisten Unternehmen geworden, nach dem Motto: „Wer nicht rankt, verliert“.  Durch diese Umstände erwuchs aus dem ungeregelten Arbeitsbereich der SEO-Spezialisten ein eigener Berufszweig mit vielen tausend Beschäftigten alleine in Deutschland sowie eigene SEO-Onlineportale und -Stellenbörsen. Mehr oder weniger fähige ITler und Programmierer spezialisieren sich auf die Zuarbeit für die angenommenen Suchalgorithmen und Suchkriterien der großen Suchmaschinenbetreiber.

Deutschland betet zum Google-BotGoogle und Wirtschaftskommunikation
In Deutschland wird nahezu ausschließlich gegoogelt: Fast 90 Prozent aller Suchanfragen wurden im Jahr 2009 auf google.de gestartet. Diese extreme Marktkonzentration macht Konkurrenten wie zum Beispiel Yahoo! oder Microsoft (Bing) relativ bedeutungslos und erleichtert zugleich die Arbeit der SEOs, da sie lediglich für einen Suchalgorithmus optimieren müssen. Suchmaschinenoptimierung bedeutet in Deutschland „Google-Optimierung“ und könnte daher hierzulande auch gleich GEO (Google Engine Optimization) genannt werden. Es ist vielleicht nicht übertrieben zu sagen, dass ganze Länder für den Google-Bot optimieren, um auf den ersten Trefferseiten zu ranken.

Black Hat und White Hat SEO
Wie in allen Bereichen gibt es ethische beziehungsweise unethische Arten im Wettbewerb zu wirtschaften. Kein Suchmaschinenbetreiber legt seinen gesamten Such-Algorithmus offen. Während Google daran interessiert ist, seinen Nutzern relevante Inhalte auf Suchanfragen anzuzeigen, wollen SEOs natürlich ihre Inhalte anzeigen. Es geht also im Suchmaschinen-Wettbewerb darum, der Relevanteste zu sein. Dieses Ziel mit nicht ethischen Maßnahmen zu verfolgen, hat in der Vergangenheit beispielsweise Linkfarmen oder Keyword-Spaming entstehen lassen, sogenanntes Black Hat SEO. Doch auch das legitime White Hat SEO bewegt sich oft in einer Grauzone, was sich in einem permanenten Kräftemessen zwischen Google und Suchmaschinen-Optimierern ausdrückt, wobei der Google-Algorithmus den antizipierenden SEOs immer einen Schritt voraus ist.

Rankingfaktoren sind Wirtschaftsfaktoren
Nicht mehr nur Online-Unternehmen sind wirtschaftlich zu einem gewissen Grad abhängig von Google. Webseiten-Optimierungen wie aussagekräftige (sprechende) URLs oder robot.txt-Dateien, als Wegweiser für den Google-Bot, können unter Umständen zu Umsatzsprüngen führen – wie damals bei amazon geschehen. Auf der anderen Seite kann jedoch eine Herabstufung im Ranking zu Umsatzeinbrüchen für ein Unternehmen führen: Es rankt mit wichtigen Begriffen plötzlich nicht mehr auf Seite eins und verschwindet damit aus dem Fokus der meisten Internetuser und Käufer. Besonders Domains, die Black Hat Methoden nutzen, laufen Gefahr, von Google aktiv abgestraft zu werden und somit ihre Existenz zu verlieren.

Wirtschaftskommunikation folgt Google
Die skizzierte Situation mag man nun gut finden oder schlecht. Für die Wirtschaftskommunikation bedeutet sie: Wer nicht mitspielt, ist raus. Durch die große Marktmacht von Google muss ein Großteil sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen mit Rücksicht auf Google geplant oder gar umfassend an Google ausgerichtet werden. Bis sich auch andere Suchmaschinenanbieter in Deutschland stärker durchsetzen und eventuell ein polypoler oder zumindest oligopoler Markt der Internetsuchen etabliert, muss sich die Wirtschaftskommunikation an Google ausrichten – nicht umgekehrt. Konsequent wäre es also momentan, schon im Studium der Wirtschaftskommunikation Vorlesungen und Übungen zum Thema SEO und SEM (Search Engine Marketing) einzuführen, die zu Lasten weniger relevanter Kommunikationsfelder gelehrt werden könnten. Kritisch daran ist, dass dies den Trend noch verstärken würde und solche Lehrveranstaltungen wohl nur von selbst ernannten „SEO-Spezialisten“ gegeben werden könnten.

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Master Studium

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Der viersemestrige Masterstudiengang Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin baut auf dem gleichnamigen Bachelorstudiengang auf. Im Mittelpunkt steht die Transferleistung der Theorie in die Praxis. Es werden die wirtschaftlichen und kommunikativen Fertigkeiten vertieft und ausgebaut. Nach vier Semestern und der Anfertigung einer Master-Thesis erlangen die Studenten den Master of Arts der Wirtschaftskommunikation (Master of Arts in Business Communication Management).

Inhalte des Masterstudiums Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin sind:

Wie schon das Bachelor Studium sieht auch das Master Studium dabei Pflichtfächer, seminaristischen Unterricht und Übungen vor. Ergänzt werden die Studieninhalte durch Wahlpflichtfächer, allgemein wissenschaftliche Ergänzungsfächer sowie zahlreiche Projekte, die fest in den Stundenplan integriert sind.

Detaillierte Informationen zum Studiengang, sämtliche vorgesehene Kurse sowie Informationen über die Zulassungsbeschränkungen stellt die HTW Berlin zu Verfügung.

Bachelor Studium

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Studierende des Bachelorstudiengangs Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin absolvieren in sechs Semestern eine interdisziplinäre, wissenschaftliche und angewandte Ausbildung und ihre
praktische Umsetzung in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Kommunikationswissenschaften. Der Abschluss trägt den Titel: Bachelor of Arts der Wirtschaftskommunikation (Bachelor of Arts in Business Communication Management).

Folgende Kompetenzen werden im Detail vermittelt:

  • Einführung in die Wirtschaftskommunikation
  • Instrumente der Wirtschaftskommunikation
  • Text und Rhetorik
  • Kommunikationssoziologie
  • Business English
  • Marketing Grundlagen und Vertiefungen (z. B. Dienstleistungsmarketing oder Produktmarketing)
  • Print (Erstellung und Produktion)
  • Multimedia (Technik und Gestaltung)
  • Integrative Kommunikationstheorie
  • Medienökonomie und Medienmanagement
  • Einführung in die Wirtschaftswissenschaften (BWL)
  • Entwicklungsgeschichte der Wirtschaftskommunikation
  • Planung, Budgetierung, Controlling
  • Empirische Markt- und Kommunikationsforschung
  • Kommunikationspsychologie
  • Unternehmensführung und Kommunikation
  • Designmanagement
  • PR und Kommunikationsmanagement
  • Wirtschafts-, Medien- und Vertragsrecht
  • Kreativität und Innovation
  • Strategien der Wirtschaftskommunikation

Das Studium sieht dabei Pflichtfächer, seminaristischen Unterricht und Übungen vor. Ergänzt werden die Studieninhalte durch Wahlpflichtfächer, allgemein wissenschaftliche Ergänzungsfächer sowie zahlreiche Projekte, die fest in den Stundenplan integriert sind. Außerdem absolvieren die Studenten ein mehrmonatiges Fachpraktikum, das von einer Praktikumsreflexion begleitet wird. Abgeschlossen wird das Studium durch eine Bachelor Thesis mit einem Netto-Umfang von circa 40 Seiten.

Detaillierte Informationen zum Studiengang, sämtliche vorgesehene Kurse sowie Informationen über die Zulassungsbeschränkungen stellt die HTW Berlin zu Verfügung.

Persönliche Einschätzung: Der Grundstudiengang der Wirtschaftskommunikation vermittelt ein breites Wissen im Bereich Unternehmenskommunikation, Wirtschaft und Marketing. Vertiefungen des Wissens sind punktuell durch AWE-Fächer und Projekte möglich. Trotzdem ist der Bachelor Studiengang der Wirtschaftskommunikation eher generalistisch und sollte als Einstieg in einzelne Spezialgebiete der Unternehmenskommunikation gesehen werden.

Autoren

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Jeder eingeschriebene oder ehemalige Student der HTW Berlin kann Autor werden, wenn seine Texte und Inhalte die Wirtschaftskommunikation betreffen. Wichtig ist, dass sämtliche Quellen korrekt angegeben werden und keine Rechte Dritter (z. B. durch Bildmaterial) verletzt werden.

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Andreas Köster Andreas Köster

Nach der Ausbildung zum IT-Systemelektroniker bei Vattenfall Europe Berlin hat Andreas Köster von 2006 bis 2009 das Bachelorstudium der Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin absolviert. Im Jahr 2008 war er Koordinator des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation. Heute ist er erster Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Wirtschaftskommunikation e. V. und unterstützt zusammen mit 50 Mitgliedern den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Schwerpunkt der Unternehmenskommunikation. In 2009 hat Köster für ein Jahr die Redaktionsleitung des Internet-Gesundheitsportals imedo.de übernommen und ist heute selbstständiger Kommunikationsberater.
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Am 1. Oktober 2010 beginnt das Wintersemester 2010/2011 an der HTW Berlin.
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