Tag Archiv | "Issue Management"

Issues Management in Zeiten der Finanzkrise

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Tag der Wirtschaftskommunikation in Berlin erfolgreich gestartet

Die Fachtagung zum Thema „Issues Management“ fand am Tag der Wirtschaftskommunikation 2010 mit rund 100 Teilnehmern und Experten im Berliner Postbahnhof statt.  Eröffnet wurde die Fachtagung durch Herrn Prof. Dr. Reinhold Roski von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, welcher die aktuelle Bedeutung des Themas „Issues Management“ für Unternehmen unterstrich.

Ergebnisse des „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“ vorgestellt

In einem 30-minütigen Vortrag, erläuterte Dr. Falk Tennert, ebenfalls von der HTW Berlin, erstmalig die Ergebnisse der Studie „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“, die anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation in Zusammenarbeit des Vereins zur Förderung der Wirtschaftskommunikation und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin durchgeführt wurde. Ziel war es, einen kontinuierlichen Branchenmonitor zu erstellen, um Anwendung und praktische Relevanz der Wirtschaftskommunikation in Deutschland detailliert festzuhalten, sowie Entwicklungen abzubilden. Damit reiht sich die Untersuchung in den Bereich der angewandten Kommunikatorforschung ein und liefert wichtige Entscheidungsdaten für Organisationen, (Medien-)Unternehmen, Verbände und Agenturen.

Nahezu jedes befragte Unternehmen nutzt kontinuierlich grundlegende identitäts- und beziehungsschaffende Strategien wie Corporate Identity, Public Relations und interne Unternehmenskommunikation, um zentrale Botschaften an die Stakeholder zu vermitteln.

Fachtagung Issues Management

Fachtagung Issues Management - Prof. Dr. Roski, HTW Berlin

Die Ergebnisse dokumentieren die große Bandbreite an Aktivitäten und Strategien vonKommunikationsverantwortlichen und Marketingexperten. Vor allem der internen Kommunikation und den onlinebasierten Kommunikationsformen wird eine zunehmende Relevanz bescheinigt.

„Die Untersuchung liefert einen Beitrag zur Grundlagenforschung. Defizite in der Erforschung zur Unternehmenskommunikation lassen sich nicht nur in der Theoriebildung, sondern auch in kontinuierlichen empirischen Studien ausmachen. Daher ist es ein Ziel der Untersuchung, eine aktuelle Zustandsbeschreibung der Wirtschaftskommunikation in Deutschland zu generieren.“ fasst Tennert die Studie zusammen.

Issues Management der Deutschen Bank

Im Anschluss beleuchtete Johannes Marten, Head of Political Issues Management der Deutschen Bank, dass diese aktuell im besonderen Fokus des politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeitsdiskurses steht. Erwartungsdruck und Finanzkrise haben dazu geführt, dass sich der Konzern permanenter Beobachtung bewusst sein muss. Marten unterstrich die besondere Bedeutung von umfassenden Kommunikationsaktivitäten in diesem Zusammenhang. Die abgeleiteten Konsequenzen und die Verantwortung für das Political Issues Management führten zu drei grundlegenden Ansätzen.

Erstens: Der Politikjournalismus in der Hauptstadt unterscheidet sich immens von denen der Finanzmetropole Frankfurt am Main. Gute Kommunikation hat jedoch, wie guter Journalismus auch, viel mit Gefühl für Stimmungen und persönlichen Kontakten zu tun – viel mehr als mit strategischen Papieren und offiziellen Sprachregelungen, so wichtig diese auch sein mögen.

Zweitens: Der entscheidende enge Kontakt zu Vertretern von Politik, den Verbänden, den Gewerkschaften, anderen Unternehmensrepräsentanzen und nicht zuletzt zu Politikern selbst, ist von entscheidender Bedeutung. Es geht um einen ständigen Dialog; auch um mögliche Fehlwahrnehmungen des eigenen Unternehmens in der Öffentlichkeit frühzeitig zu korrigieren.

Der dritte Fokus liegt in der Politik selbst. Unternehmen sollten mehr an der politischen und gesellschaftlichen Debatte teilnehmen. Beim Political Issues Management muss es darum gehen, Zusammenhänge zu erläutern, Erwartungen der Gesellschaft in die Unternehmung hinzutragen und in die Politik zu kommunizieren. Aufgabe des Political Issues Management ist es daher, eine Brücke zwischen beiden Welten zu schlagen.

Führungskräfte als Issue begreifen, welches es zu managen gilt

Nach der Mittagspause erläuterte Dr. Achim Kinter , Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Issues Management Gesellschaft Deutschland e.V., welche Ansprüche und Pflichten an einen Issues Manager gestellt werden sollten. Seine These: Die Stakeholdergruppe der Führungskräfte wurde bislang ignoriert, und ein Issues Manager sähe in ihnen einen hidden issue, der sowohl ein hohes Risiko-, als auch Chancenpotential aufweist. Denn Führungskräfte beeinflussen in höchsten Maße die Unternehmung ob positiv oder negativ.

Zu der Hauptaufgabe von Führungskräften führt Kinter zwei Säulen an: „Zum einen auf der starken Hebelwirkung der Handlungen von Führungskräften, die dazu führt, dass sichtbare Veränderungen durch sie möglich sind; zum anderen durch ihre Primärleistung, nämlich die Wertschätzung der ihnen anvertrauten Mitarbeiter.“ Daraus folgt, dass Führungskräftekommunikation dazu beitragen muss, Führungskräften Veränderungspotentiale sichtbar zu machen, sie zu realisieren und Instrumente bereitzustellen, die die Wertschätzung der Mitarbeiter kontinuierlich verbessert.

Download der Präsentation

Dialog of Interests in einer Mediatisierten Gesellschaft

Carsten Rossi, Geschäftsführer Kuhn, Kammann & Kuhn, hielt den letzten Vortrag und stellte die Issues einer Unternehmung in den Kontext einer „mediatisierten Gesellschaft“. Er sprach die derzeitige Situation von Führungskräften an, die sich einer Unmenge von virtuellen Tools gegenüber sehen und dabei häufig den Blick für das Wesentliche verlieren.

Er stellte 10 Thesen für die Neukalibrierung des Issues Management auf:

1.) Markets are Conversations: Unternehmen sollen Mitspieler und nicht Schiedsrichter sein

2.) Unternehmenskommunikatoren sollen Sprecher, keine Notare sein

3.) Mitarbeiter sollen sich zu Issues äußern, mit aller Kritikfähigkeit

4.) Network Markets know more about Products than the Company itself

5.) Issues Management muss ständiger Prozess sein

6.) So viele Floskeln wie nötig, so konkret wie möglich

7.) Unternehmen müssen viele Dinge preisgeben, um in einer Krise nicht nur auf das Negative reduziert zu werden

8.) Es gibt keinen Grund zu warten, auch wenn ein Risiko besteht

9.) Unternehmen müssen mehr Geld  und mehr Personal investieren

10.) Unternehmen müssen das „Fussvolk“ ernst nehmen

Seine Zusammenfassung: „Eine glaubwürdige Kommunikation setzt voraus, dass das entpersonalisierte Issue als persönliches Interesse und das Management dieses Themas grundsätzlich als Dialogsituation verstanden wird.“ Aus dem „Issues Management“ wird dann der „Dialog of interests“.

Bei den Referenten und den Teilnehmern erntete die Veranstaltung durchweg positives Feedback: „Die Fachtagung hat einen fundierten Überblick über die aktuelle Situation und die ntwicklungsperspektiven für deutsche Unternehmen gegeben. Aufgrund der kompetenten Fachvorträge, die durch konkrete Beispiele aus der Praxis untermauert wurden, war es sehr gut möglich, Chancen und Risiken abzuleiten“ analysiert Prof. Dr. Reinhold Roski abschließend.

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Expertenrunde zum Thema Issues Management in Berlin

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Tag der Wirtschaftskommunikation wird mit Fachtagung eröffnet

Die Fachtagung wird am 19. Mai 2010 von 9.30 Uhr bis 13.45 Uhr, vor der Verleihung des Goldenen Funken am Abend, vom studentischen Projektteam des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation im Berliner Postbahnhof durchgeführt. Während dieser Veranstaltung ist das Thema Issues Management Ausgangspunkt für Fachvorträge und Diskussionen am Tag der Wirtschaftskommunikation in Berlin.

Experten deutscher Unternehmen zum Thema „Issues Management“

Projektkoordinatorin Nicole Witzmann

Auf der öffentlichen Fachtagung referieren Johannes Marten, Head of Political Issues Management der Deutschen Bank, Dr. Achim Kinter, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Issues Management Gesellschaft Deutschland e.V., sowie Carsten Rossi, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Kuhn, Kammann & Kuhn. „Wir sind davon überzeugt, dass die intensive Beobachtung und Analyse von Risiko- und allgemeinen Umweltbedingungen für Unternehmen zukünftig noch stärker an Bedeutung gewinnen wird.“ erläutert Nicole Witzmann, Projektkoordinatorin des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation, das Thema der Fachtagung. Träger ist der gemeinnützige Verein zur Förderung der Wirtschaftskommunikation e. V., der das studentische Projektteam des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation seit zehn Jahren unterstützt.

Ergebnisse der Studie „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“
Dr. Falk Tennert von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin wird zudem die Ergebnisse der Untersuchung „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“ bekannt geben. Es wurden über 1.200 Unternehmen schriftlich zum Bereich der Wirtschaftskommunikation befragt und die Antworten wissenschaftlich ausgewertet. Diese Untersuchung fand in diesem Jahr erstmalig statt und wird nun regelmäßig ebenfalls von Studenten der HTW Berlin durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist es, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Wirtschaftskommunikation in Deutschland zu erhalten und zukünftige Trends frühzeitig zu erkennen.

“Wir rechnen mit rund 1000 Gästen, die bei der Fachtagung und der anschließenden Preisverleihung anwesend sind.“ erklärt Nicole Witzmann. Die Teilnahme an der Fachtagung ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Die Anmeldeunterlagen zur Fachtagung und Preisverleihung finden Sie unter www.dpwk.de.

Ablauf der Fachtagung:
9.30 Uhr Empfang
10.00 — 10.10 Uhr Prof. Dr. Roski / HTW Berlin
10.10 — 10.40 Uhr Vortrag Dr. Tennert / HTW Berlin „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“
10.40 — 10.55 Uhr Fragen und Diskussion
11.00 — 11.25 Uhr Johannes Marten / Deutsche Bank, Head of Political Issues Management,
„Unternehmen im politischen Umfeld am Beispiel der Deutschen Bank“
11.25 — 11.40 Uhr Fragen und Diskussion
11.45 — 12.15 Uhr Mittagspause
12.15 — 12.40 Uhr Dr. Achim Kinter / Issues Management Gesellschaft Deutschland e.V. , Geschäftsführendes Vorstandsmitglied,
„Führungskräfte als Issue betrachtet“
12.40 — 12.55 Uhr Fragen und Diskussion
13.00 — 13.25 Uhr Carsten Rossi / Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Kuhn, Kammann & Kuhn,
„Stakeholderdialog“
13.25 — 13.40 Uhr Fragen und Diskussion
13.45 Uhr Schluss der Veranstaltung

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Finalisten des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation stehen fest

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Arbeit der studentischen Jury in Berlin beendet

Berlin – 31. März 2010: Die Jury des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation, bestehend aus 15 Studierenden der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, hat nach intensiver Prüfung der eingegangenen Kommunikationskonzepte die Finalisten der Endrunde ermittelt. Es wurden aus insgesamt 1500 gescannten Unternehmen die 36 Finalisten gewählt, welche im Rennen um sechs Kategorien der Wirtschaftskommunikation und den Sonderpreis stehen.

Wie die Jury mitteilt, ist die Auswahl der Finalisten unter den Unternehmen nicht leicht gefallen: „Die zum zehnjährigen Jubiläum eingereichten Konzepte überzeugten überwiegend. Insgesamt kann man festhalten, dass die Unternehmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders auf Ihre Außenwirkung setzen und intensiv an einer überzeugenden Darstellung der eigenen Unternehmenswerte arbeiten.“
Welches Unternehmen mit seiner Wirtschaftskommunikation die Jury überzeugen konnte, verkündet das studentische Projektteam am 19. Mai 2010 im Berliner Postbahnhof: Der Tag der Wirtschaftskommunikation wird mit einer Fachtagung und renommierten Experten zum Thema „Issue Management“ eröffnet. Diskutiert werden aktuelle Trends und Themen der Branche. Die im Anschluss stattfindende feierliche Preisverleihung mit über 800 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft bildet den Höhepunkt des Tages.

Projektkoordinator Kay Neumann

„Die zahlreichen Einsendungen unterstreichen die immer weiter wachsende Bedeutung und das Ansehen, dass der Preis inzwischen bei Unternehmen in Deutschland genießt. Das gesamte Team und die Jury arbeiten unabhängig und auf wissenschaftlicher Basis. Das wissen die Unternehmen zu schätzen.“ konstatiert Kay Neumann Projektkoordinator.

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News

Am 1. Oktober 2010 beginnt das Wintersemester 2010/2011 an der HTW Berlin.
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Video Making of DPWK 2010

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