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Goldener Funke 2010: Die Gewinner

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Im Berliner Postbahnhof verfolgten 900 Gäste, wie Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin Unternehmen beim Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation mit dem Goldenen Funken auszeichneten. Von den 37 Finalisten konnten sich sechs Unternehmen mit hervorragenden Kommunikationsmaßnahmen durchsetzen: Die ABB AG (Beste Kommunikation der Corporate Responsibility), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband e.V. (Beste Werbliche Kommunikation), die Otto Bock HealthCare GmbH (Beste Kommunikation im Event Marketing), die Wüstenrot und Württembergische AG (Beste Interne Kommunikation), die Deutsche Post AG (Beste Public Relations) und der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) (Beste Markenpolitik).

Preisverleihung Der Goldene Funke 2010

Preisverleihung Der Goldene Funke 2010

Die Unternehmen bewarben sich, im Herbst vergangenen Jahres mit ihren Kampagnen. Unabhängig und nach wissenschaftlichen Kriterien wählte eine interdisziplinäre studentische Jury erst die Finalisten und kürte dann die Gewinner.

Mit dem Sonderpreis, für den Unternehmen sich nicht bewerben können, wurde die Max-Planck-Gesellschaft für ihr Projekt „SciencExpress – Expedition Zukunft“ ausgezeichnet. Das Team des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation beglückwünscht alle Gewinner.

Andreas Köster (27) ist Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Wirtschaftskommunikation e. V., dem rechtlichen Träger des Projektes, und begeistert vom Tag der Wirtschaftskommunikation: „Das Projektteam von Studenten der Wirtschaftskommunikation, des Kommunikationsdesigns und der Internationalen Medieninformatik hat in den letzten neun Monaten Unglaubliches geleistet. Neben Studium und Beruf haben sie diesen funkensprühenden Kommunikationspreis realisiert. Dabei funktioniert das Projekt  vollständig selbst organisiert und liegt von der ersten Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Schirmherren bis zur Laudatio vor den Gewinnern in den Händen des Teams. Mit dem diesjährigen Design, der Location und der wilden Abschlussparty war das zehnte Jubiläum des Preises besonders jung und frisch. Das ist schließlich auch der USP, der den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation von anderen etablierten Veranstaltungen abhebt und der die Unternehmen reizt“

Die studentische Jury begründet die Entscheidungen wie folgt:

Beste Kommunikation der Corporate Responsibility: ABB AG

Gewinnerunternehmen ABB AG

Gewinnerunternehmen ABB AG

CSR geht jeden Einzelnen etwas an. Bei dem Unternehmen ABB leben die Mitarbeiter dieses Gefühl. Sie helfen nicht nur ehrenamtlich bei der Austragung der „Special Olympics“ (SO), sondern bei vielen anderen Events in ganz Deutschland.

Nach innen gerichtete Kommunikationsmaßnahmen sowie die extern geschalteten Anzeigen, Plakate und Kampagnen erreichen eine breite Öffentlichkeit. Die Ausstrahlung, das Image und der Bekanntheitsgrad von ABB werden positiv genutzt und vielseitig eingesetzt. Als B2B Unternehmen geht es ihnen in erster Linie darum, nachhaltig, glaubwürdig und langfristig zu handeln, nicht unbedingt darum, mehr Profit zu generieren. Das Integrieren von Partnern und lokalen Multiplikatoren schafft die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Kernbotschaften.

Die ABB AG hat die Jury vor allem in den Punkten, Langfristigkeit und aktives Mitarbeiten der Angestellten überzeugt. Zehn Jahre und mehr als 2.000 Mitarbeiter von ABB haben geholfen, die CSR-Strategie von ABB so erfolgreich zu gestalten.

Beste Werbliche Kommunikation: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.

Mitten in der Finanz- und Bankenkrise im Jahr 2009 ist es dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband gelungen, über alle 438 Sparkassen und Verbundpartner hinweg ein einheitliches Werbekonzept zu entwickeln.

Mit einer unkonventionellen Kampagne heben sie sich vom Finanzdienstleistungsmarkt ab und kommunizieren Sicherheit und Vertrauen nach außen. Hervorzuheben sind die große interne Wirkung und Identifikation der Mitarbeiter mit der Kampagne, sodass sie freiwillige MissionFinanzcheck-Tage ins Leben riefen und das Konzept zu einem Selbstläufer wurde. Das Kommunizieren der Kampagne über alle modernen Kanäle, auch in verschiedenen zeitlichen Abständen, führte zu einer über Monate hinweg konsequenten und positiven Präsenz in der Werbewelt. Durch die humorvollen Interviews der Protagonisten, welche ihre ganz persönliche Note einbringen, werden eine eindeutige Kontinuität und Entwicklung der Kampagne sichtbar. Gerade bei diesem wenig öffentlichkeitswirksamen Thema eine hohe Aufmerksamkeit und Zielgruppensympathie auf- bzw. auszubauen, wurde eindrucksvoll umgesetzt.

Beste Kommunikation im Event Marketing: OttoBock HealthCare GmbH

Die OttoBock Firmengruppe und die Region Eichsfeld sind eng miteinander verbunden. Eichsfeld war 40 Jahre lang ein geteilter Ort und mit dem Todesstreifen Brennpunkt Deutsch-Deutscher Geschichte. Zwei Jahre nach dem Mauerfall kehrte die Otto Bock Health Group zu ihren Anfängen zurück und schloss durch den Aufbau einer neuen Produktionsstätte in Königssee die Gräben, welche die Teilung schuf. Otto Bock initiierte das „Eichsfeld Festival“ um den Menschen in der Region und seinen hochengagierten Mitarbeitern ein Dankeschön auszusprechen. Der Anlass waren der 90. Firmengeburtstag und 20 Jahre Mauerfall. Geschickt verband das Festival diese zwei Jubiläen zu einem bunten Strauß Unterhaltung.

Besonders beeindruckt war die Jury davon, wie konsequent die Region und ihre Bewohner einbezogen wurden. Durch das vielfältige Programmangebot wurde eine große Zielgruppe angesprochen und einbezogen.

Beste Interne Kommunikation: Wüstenrot & Württembergische AG

„Der Vorsorge-Spezialist“ Wüstenrot und Württembergische AG glänzte wie andere Finalisten auch mit einer gesamtheitlichen und effektiven Mitarbeiterkampagne: In einer optimalen Kombination aus Top-Down- und Bottom-Up-Maßnahmen in Verbindung mit sowohl formellen als auch informellen Aktivitäten stärkte die Unternehmensgruppe das Vertrauen in die Konzernspitze und förderte gleichzeitig Mitbestimmungsmöglichkeiten der 15.000 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst.

Die umfassende Planung der Kampagne passt zum Anspruch des Konzerns, seinen Kunden in Zeiten der finanziellen Unsicherheit private Rundum-Vorsorge aus einer Hand anzubieten. Was die Jury jedoch am meisten überzeugte: Das Vorhaben, die 1999 aus einer Fusion hervorgegangene Unternehmensgruppe endlich zu einem gemeinsamen Selbstverständnis zu führen. Dieses Ziel wurde auf überzeugende Weise operationalisiert: Jeder Mitarbeiter von W&W soll in eigenen Worten den Nutzen der Partnerschaft ausdrücken können. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Kampagne „Zusammenwachsen zum Vorsorgespezialisten – Einführung eines gemeinsamen Zielbilds in der W&W-Gruppe“ hat der Konzern bewiesen, dass er Veränderungen und damit verbundene Schwierigkeiten bewältigen und daraus Erfolge generieren kann.

Beste Public Relations: Deutsche Post DHL

Schon lange reicht es Unternehmen nicht mehr, nur im Hier und Jetzt zu agieren. Um sich in Zeiten des unaufhaltsamen Wandels etablieren zu können, ist eine zukunftsorientierte Konzernstrategie nötig. Zudem gilt es, den Kunden als ausschlaggebenden Einflussfaktor zu betrachten. Er bestimmt regelrecht den Wandel des Marktes. Die Deutsche Post DHL zeigt mit ihrer Studie eindrucksvoll, dass sich die Ziele der Zukunfts- und der Kundenorientierung nicht im Wege stehen. Mit großem Interesse verfolgte die internationale Presse die Delphistudie des Unternehmens und auch die eigenen Mitarbeiter wurden über Ergebnisse und Folgen dieser informiert. Zudem ist die Tatsache hervorzuheben, dass die Deutsche Post DHL es schafft, die komplexen Erkenntnisse auf ein Maß zu reduzieren, das größtmögliche Verständnis bei den anvisierten Zielgruppen garantiert. Es gelingt dem Unternehmen, sämtlichen Zielgruppen eine konsistente Botschaft zu vermitteln und sich zudem als zukunftsorientierter, innovativer Logistikanbieter mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung zu positionieren.

Beste Markenpolitik: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken stand im Jahr 2009 vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Die Weltwirtschaftskrise ist Anfang 2009 in Deutschland auf ihrem Höhepunkt. Finanzinstitute verlieren das Vertrauen ihrer Kunden. Bereits im Juli 2008 startete der BVR jedoch die Kampagne „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ mit einem der bekanntesten Claims der deutschen Werbegeschichte „Wir machen den Weg frei“. In einer 45-minütigen Dokumentation berichten verschiedene Menschen aus ihrem Leben und zeigen, was sie dazu antreibt, nach etwas Besserem zu streben. Es werden die individuellen Wünsche, Sehnsüchte und Ziele verschiedener Menschen präsentiert und auf eine sehr gelungene Art und Weise emotionalisiert.

Aus dieser Dokumentation entstanden zehn Printmotive sowie die seit April 2009 ausgestrahlten TV-Werbespots. nach Meinung der Jury wird mittels der zielgruppenaffinen Kampagne das Markenprofil als kundennahe Bank gestärkt und das wahrgenommene Fremdbild äußerst positiv beeinflusst.

Gewinnerunternehmen Goldener Funke 2010

Gewinnerunternehmen Goldener Funke 2010

Sonderpreis: Max-Planck-Gesellschaft

Die Zukunft in der Gegenwart erfahrbar machen – die Max-Planck- Gesellschaft hat sich dieser Aufgabe mit dem „SciencExpress – Expedition Zukunft“ gestellt. Ihr ist es gelungen, die unglaublich komplexe Aufgabe der Vermittlung von Innovationspotenzialen in Wirtschaft, Forschung und Politik sowohl anschaulich

und interaktiv, als auch auf hohem Niveau einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen. Mit der „Expedition Zukunft“ hat die Max-Planck-Gesellschaft nicht nur einen Wissenschaftszug auf die Gleise gestellt, sondern auch ein demokratieförderndes Projekt realisiert. Denn nur wer weiß, in welche Richtung sich die Wissenschaft bewegt und warum, kann einen Beitrag zur ethisch motivierten Forschung und der Innovation im Sinne aller Bevölkerungsschichten leisten und sich eine Meinung bilden.

Technischen Zeichnungen wurden durch Visualisierungen und überlebensgroße Nachbildungen ersetzt. Dinge, die sonst nur Wissenschaftler unter dem Mikroskop sehen, brachte die Expedition Zukunft vereinfacht an die Ausstellungsbesucher.

Des weiteren überzeugte die Jury die Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle, der selbstverständliche Einsatz audiovisueller Medien und die Einbeziehung der Besucher durch Installationen, die zum Mitmachen einluden. Dies alles ist Zeugnis der herausragenden Kommunikationskompetenz der Max-Planck-Gesellschaft.

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Studenten organisieren den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation

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Seit dem Jahr 2000 gibt es den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation, der in verschiedenen Kategorien die besten Kommunikationsmaßnahmen deutscher Unternehmen auszeichnet. Das Besondere an diesem Wirtschaftspreis ist, dass er absolut neutral von einer studentischen Jury vergeben wird. Jährlich finden sich Studenten unterschiedlichster Studiengänge an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin zusammen, um innerhalb von neun Monaten das anspruchsvolle Projekt mit einer glamourösen Preisverleihung in Berlin zum Erfolg zu führen.

Deutscher Preis für Wirtschaftskommunikation - LogoStudenten der HTW Berlin verleihen Kommunikationspreis

Für die teilnehmenden Studierenden erscheint das Projekt Deutscher Preis für Wirtschaftskommunikation anfangs zu groß und zu komplex, um es alleine stemmen zu können. Sie waren selbst auf der Preisverleihung des vorangegangenen Jahres und bekommen auf dem zweitägigen Projekt-Kick-Off außerhalb von Berlin von dem Verein zur Förderung der WIrtschaftskommunikation gezeigt, welche Arbeit dahinter steckt. Die Studenten sind in niedrigen Semestern (teilweise 2. und 3. Semester bei den Wikos) und befinden sich plötzlich in einem der größten studentischen Projekte in Deutschland. Von daher ist am Anfang noch Unsicherheit und etwas Angst bei den Studenten zu spüren.

Das Schwierigste ist die Kommunikation im Projekt

Die neun Monate intensive Projektarbeit in einem interdisziplinären Team aus circa 40 Studenten ist extrem arbeitsintensiv und lernintensiv für alle. Die Frauen von Modedesign treffen auf die Internationalen Medieninformatiker und die kreativen Kommunikationsdesigner arbeiten mit den planenden Wirtschaftskommunikatoren zusammen – die bunte Mischung ergibt die Lebendigkeit des Projektes. Es zeigt sich relativ schnell, was keiner der Teilnehmer vorher geglaubt hätte: Nicht alle Projektteilnehmer sind Teamplayer und die meisten Probleme bereitet die Kommunikation.

Mehr Wissenszuwachs als durch Vorlesungen

Der Deutsche Preis für Wirtschaftskommunikation ist ein Sprung ins kalte Wasser für die Studenten. Plötzlich müssen sie Kontakt zu über 1.500 Unternehmen aufnehmen. Sie erstellen ein eigenes Motto mit passendem Design, organisieren deutschlandweite Pressearbeit, Planen ein hochklassiges Event mit Fachtagung und Preisverleihung und bewerten schließlich die eingereichten Kommunikationsmaßnahmen von namhaften Unternehmen. Zehn Jahre Erfolg zeigen, dass Studenten das können und die Lernkurve zeigt steil nach oben. Auch Dozenten und Professoren betonen, dass der Zuwachs an Wissen und Erfahrung innerhalb von nur neun Monaten so in keiner Lehrveranstaltung eine Fachhochschule oder Universität geleistet werden könnte.

Kontakte durch den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation

Nach dem Projekt sind alle sehr erschöpft: Die meisten hatten fast ein Jahr lang ein Präsenzstudium, einen Teilzeitjob mit bis zu 20 Stunden pro Woche und parallel das größte Projekt der größten Fachhochschule Berlins. Aber alle sind auch sehr glücklich: Nachdem sie ihre selbst geschriebene Laudatio vor über 800 Gästen gehalten haben und von einer großen Bühne in Berlin abgegangen sind, haben sie viel erreicht. Sie kennen ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie die der anderen. Sie haben echte Praxiserfahrung und trauen sich nun, wie ausgewechselt, alles zu. Praktikantenstellen und Übernahmen nach dem Studienabschluss sind durch die geknüpften Kontakte ebenfalls kein Problem mehr.

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News

Am 1. Oktober 2010 beginnt das Wintersemester 2010/2011 an der HTW Berlin.
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Video Making of DPWK 2010

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